Forum › Historisches Ostdeutschland (in den Grenzen von 1937) › Schlesien › Volksabstimmung in Oberschlesien
Schlagwörter: Frankreich, Oberschlesien, Polen
- Dieses Thema hat 7 Antworten sowie 5 Teilnehmer und wurde zuletzt vor von Richard aktualisiert.
- AutorBeiträge
- 5. Januar 2010 um 00:47 Uhr#2837
Richard
Der französische Wissenschaftler Prof. Dr. Rene Martel behandelt in seinem 1930 in Paris (Verlag Marcel Rivière) erschienenen Buch „Les frontieres orientales de l’Allemagne“ die deutschen Ostgrenzen nach dem Versailler Vertrag. Er stellt sich deutlich gegen die damalige Grenzordnung. Auch wenn Martel später mit dem nationalsozialistischen Deutschland sympathisierte, muss man sagen, dass die Kritik an den deutschen Ostgrenzen und an den Zuständen in Oberschlesien damals keineswegs nur ein „nationalsozialistisches“ Thema war. Auch in Frankreich und England gab es Skepsis gegenüber Teilen des Versailler Systems, Kritik an einzelnen Grenzziehungen und Sorgen über die Stabilität Osteuropas.
In seinem noch vor Hitlers Machtergreifung entstandenen Buch schreibt Rene Martel:
„Am 2. Mai brach der von Korfanty aufgezogene dritte Aufstand in Oberschlesien aus. Es begann eine entsetzliche Schreckensherrschaft. Die Mordtaten vervielfachten sich. Die Deutschen wurden gemartert, verstümmelt, zu Tode gepeinigt, ihre Leichen geschändet. Dörfer und Schlösser wurden ausgeraubt, in Brand gesteckt, in die Luft gesprengt.“
(Quelle: Bolko Frhr. v. Richthofen, Auslandsstimmen zur oberschlesischen Volksabstimmung, Schriftenreihe: Oberschlesische Studienhilfe e.V., 15, Oberschlesischer Heimatverl. Augsburg, 1961. Zitiert nach: ders., Die polnische Legende. Teil 2. Polens Marsch zum Meer. Zwei Jahrhunderte Teilungen und Expansion. Arndt-Verlag, Kiel, 2001, S. 160.)
Hier noch ein Bericht des 1975 nach England gegangenen polnischen Publizisten Tadeusz Szafar:
„Korfanty verhängte sogar die Todesstrafe für Streikagitation, führte Standgerichte ein, die nur Todesurteile fällten, vollstreckt nach drei Stunden. Wahnwitzige Gendarmerie und rasende Kampfgruppen erlaubten sich reihenweise Meuchelmorde an revolutionären Funktionären, hielten Arbeiter gefangen und folterten sie, entführten Arbeiter aus Oberschlesien in polnische Konzentrationslager.“ (Quelle: Ebd, S. 160f.)
Hier noch eine Rede des englischen Premierministers Lloyd George vom 13. Mai 1921:
„Von einem geschichtskundlichen Standpunkt aus hat Polen überhaupt keinen Anspruch auf Oberschlesien … Der polnische Aufstand ist eine Provokation gegen den Versailler Vertrag, der die Magna Charta der Freiheit Polens bildet. Polen ist das letzte Land, das ein Recht hätte, den Versailler Vertrag zu beklagen. Es hat ihn nicht durch Kämpfen erreicht. Polen hat seine Freiheit nicht erobert. … Es verdankt seine Freiheit nur Frankreich und England.“ (Quelle: Ebd, S. 160)
Hier noch ein Abschnitt aus einem Buch („Der polnische Korridor und seine Folgen“) des einstigen Hauptschriftleiters der Londoner Zeitung „Daily Cronicle“, Sir Robert Donalds, der Lloyd George nahestand:
„Der vollständige Bericht über diese Grausamkeiten ist noch nicht an die Öffentlichkeit gekommen, aber die unmittelbaren Zeugnisse, die vorhanden sind, sind überwältigend. Sir Harold Percival und Sir Harold Stuart, die abwechselnd Leiter der britischen Kommission waren, haben die Schandtaten bezeugt und die Provokationsverhältnisse, die sie umgaben. Prof. Toynbee, der der Oberschlesischen Kommission beigegeben war, stellte fest, dass der polnische Terrorismus seinen Höhepunkt am Tage vor der Volksabstimmung erreichte:
‚Den Abstimmern aus anderen Teilen Deutschlands wurde häufig der Zutritt zu den Wahlurnen verweigert, manchmal wurden sie misshandelt oder gar ermordet und Häuser, in denen Abstimmungsberechtigte untergebracht waren, wurden angezündet. Korfanty errichtete eine gut organisierte polnische Streitmacht, die Waffen und Verstärkung aus Polen erhielt und auch, wie jetzt bekannt ist, passive Unterstützung von seiten der französischen Behörden. Die Ankunft von mehr alliierten Truppen, einschließlich von britischen, zerstreute die Korfanty-Insurgenten, aber sie verwandelten sich in Partisanen, die das Land plünderten und viele verteidigungslose Deutsche folterten und ermordeten.'“ (Quelle: Ebd, S. 164)6. Januar 2010 um 12:15 Uhr#4561Richard
Die Rede von David Lloyd George ist historisch interessant, weil sie zeigt, dass selbst westalliierte Politiker die polnischen Ansprüche teilweise skeptisch sahen. Lloyd George stand den französischen Positionen oft kritisch gegenüber und warnte davor, Deutschland zu stark territorial zu schwächen. Seine Aussagen spiegeln daher auch die Spannungen innerhalb der Alliierten wider.
Zu Tadeusz Szafar muss man zunächst sagen, dass er kein neutraler akademischer Historiker war, sondern ein politischer Publizist und Journalist. Seine Aussagen sind deshalb eher als zeitgeschichtliche bzw. politische Interpretation zu lesen als als streng wissenschaftliche Darstellung. Wenn Szafar von „polnischen Konzentrationslagern“ spricht, meint er nicht Auschwitz-artige Lager, sondern vermutlich Internierungs- oder Haftlager für politische Gegner oder Verdächtige.
Wenn Professor Toynbee korrekt zitiert wurde, sagt er,- der „polnische Terrorismus“ habe seinen Höhepunkt am Tag vor der Abstimmung erreicht,
- Rückkehrer aus Deutschland seien behindert, misshandelt oder getötet worden,
- Unterkünfte deutscher Abstimmungsberechtigter seien angezündet worden.
Das ist eine sehr schwere Anschuldigung — und zwar nicht aus deutscher, sondern aus britischer Perspektive.
Historisch interessant finde ich zudem: Der Begriff „terrorism“ wurde im englischen Sprachgebrauch der Zwischenkriegszeit bereits verwendet, sicherlich allgemeiner als heute.
Dass ein britischer Beobachter dieses Wort benutzt haben soll, zeigt mir auf jeden Fall, dass Teile der damaligen britischen Wahrnehmung die Vorgänge als systematische Einschüchterung interpretierten.11. Januar 2010 um 15:35 Uhr#4563Frodo
Historisch gilt als belegt, dass deutsche Abstimmungsberechtigte eingeschüchtert, misshandelt und teilweise an der Stimmabgabe gehindert wurden. Auch Überfälle, Plünderungen und politische Morde gehörten zur damaligen Konfliktlage. Dies sollte in der historischen Darstellung nicht ausgeblendet werden.
11. Januar 2010 um 19:17 Uhr#2881Frodo
„Le conflit de la Haute-Silésie (1921)
À la fin de la Première Guerre mondiale, les communautés polonaise et allemande de Haute-Silésie – région située entre les deux pays – entrèrent en conflit sur la question de leur futur statut. Cette situation conduisit le CICR à intervenir en qualité d’intermédiaire neutre, et ce, en dépit de l’absence de cadre juridique.
[…]
Pour alléger la situation difficile des civils allemands qui n’avaient pas accès aux distributions de vivres, les délégués du CICR assurèrent l’évacuation par trains spéciaux des femmes et des enfants, ainsi que des malades et des personnes âgées.“
Quelle: icrc.org/web/fre/sitefre0.nsf/html/697MBJ
Übersetzung:
„Der Konflikt in Oberschlesien (1921)
Nach Ende des Ersten Weltkriegs gerieten die polnische und deutsche Bevölkerung in Oberschlesien […] in einen Konflikt über die Frage ihres künftigen Status. Diese Situation veranlasste das CICR (Comité international de la Croix-Rouge) / IKRK (Internationale Komitee des Roten Kreuz) als neutraler Vermittler einzuschreiten, und zwar trotz fehlender rechtlicher Grundlage.
[…]
Um die Notlage der deutschen Zivilisten zu lindern, die keinen Zugang zur Lebensmittelverteilung hatten, sorgten die Delegierten des IKRK dafür, dass Frauen und Kindern sowie Kranke und ältere Menschen mit Sonderzügen evakuiert wurden.“
Dieses Zitat ist historisch durchaus bedeutsam, gerade weil es nicht aus deutschem, sondern aus international-humanitärem Zusammenhang stammt, nämlich vom Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK/CICR). – Gemäß diesem Bericht war nur den deutschen Zivilisten der Zugang zu den Lebensmitteln in Oberschlesien zur Zeit der Volksabstimmung verwehrt.
11. Januar 2010 um 20:45 Uhr#4574Richard
Hallo Frodo,
danke für die Recherche. Bemerkenswert finde ich zweierlei:1. Das IKRK beschreibt ausdrücklich eine „schwierige Lage deutscher Zivilisten“. D.h. die Passage bestätigt, dass sich Teile der deutschen Zivilbevölkerung in Oberschlesien 1921 offenbar in einer humanitären Notlage befanden:
- mangelnder Zugang zu Lebensmitteln,
- Gefährdung von Frauen, Kindern, Kranken und alten Menschen,
- Notwendigkeit organisierter Evakuierungen.
Das spricht dafür, dass die Gewalt- und Drucksituation keineswegs bloße spätere Propaganda war.
Das IKRK formuliert zugleich sehr zurückhaltend, in einer nüchternen, entpolitisierten Sprache, was typisch für das Rote Kreuz ist. Das IKRK vermeidet Schuldzuweisungen und nationale Polemik.
Gerade deshalb wirkt m.E. die Aussage historisch relativ belastbar. Wenn selbst eine traditionell vorsichtige internationale Organisation von der schwierigen Lage deutscher Zivilisten spricht und Evakuierungen organisiert, deutet das auf reale Gefahren und erhebliche Spannungen hin.
12. Januar 2010 um 00:41 Uhr#2882Frodo
Auf einer italienischen Seite zu Studien des Internationalen Rechts steht folgendes:
In seguito all’esito sfavorevole per la Polonia del plebiscito svoltosi in Alta Slesia il 20 marzo 1921 [1] , i polacchi residenti nella regione insorgevano sotto la guida di Korfanty, e causavano varie perdite alle truppe alleate della Commissione di plebiscito insediata a Oppeln dai Governi alleati. La Conferenza degli Ambasciatori discuteva la difficile situazione determinatasi nella zona, dove sembrava imminente un conflitto fra tedeschi e polacchi. Nella seduta del 7 maggio 1921, il Delegato italiano, Bonin Longare, cosଠcommentava le notizie provenienti dall’Alta Slesia:
Übersetzung (durch Potsblits):
Infolge des für Polen ungüstigen Ausgangs der in Oberschlesien am 20. März 1921 abgehaltenen Volksabstimmung, erhoben sich die in der Region ansässigen Polen unter der Führung Korfantys und fügten den alliierten Truppen der von den alliierten Regierungen in Oppeln eingesetzten Volksabstimmungskommission erhebliche Verluste zu. Die Botschafterkonferenz erörterte die schwierige Lage in der Region, wo ein Konflikt zwischen Deutschen und Polen unmittelbar bevorzustehen schien. In der Sitzung vom 7. Mai 1921 äußerte sich der italienische Delegierte Bonin Longare wie folgt zu den Nachrichten aus Oberschlesien:
Er sagt, dass die Italiener 19 Tote, darunter ein Offizier, hätten.
Je ne sais pas quelles sont les pertes des troupes françaises: quant à nous, nous avons eu 19 morts dont un officier.
Außerdem sagt er, dass es am 16. März (also vier Tage vor der Abstimmung) eine ähnliche Situation gegeben hätte. Da hätten sie die deutsche Regierung ermahnt, dass die Ordnung alleine von den alliierten Truppen aufrecht erhalten würde. Da leider alle Untersuchungen übereinstimmend ergeben hätten, dass die Unruhen von der anderen Seite gekommen seien, hält er es für notwendig, dass die Botschafter-Konferenz diesmal die polnische Regierung ermahnt:
Si je ne me trompe, dans la séance du 16 Mars, une situation analogue nous avait été signalée des deux côtés. […] A cette occasion, nous avons fait au Gouvernement allemand une recommandation très vive et très pressante en lui rappelant que l’ordre doit être maintenu exclusivement par les troupes interalliées. Comme malheureusement, tous les renseignements concordent pour démontrer que les désordres viennent de l’autre côté, je crois nécessaire que la Conférence des Ambassadeurs recommande vivement au Gouvernement polonais d’employer toute l’autorité, toute la force et les moyens dont il dispose pour empêcher la continuation d’un pareil état de choses et pour arrêter complètement, autant qu’il est possible, ce mouvement que nous ne pouvons tous que déplorer. (Conferenza Ambasciatori, CA 118, Parigi, 7 maggio 1921, ASE, CPV, 299)
Besonders wichtig scheint mir die Formulierung: „tous les renseignements concordent“ („alle Berichte stimmen darin überein“). Das deutet darauf hin, dass die diplomatischen Informationen damals relativ konsistent erschienen.
Sinngemäß heißt es in der an die polnische Regierung gesandte Note:
Die alliierten Regierungen nähmen die Erklärung der polnischen Regierung zur Kenntnis, wonach diese den Aufstand in Oberschlesien missbillige und Maßnahmen zu seiner Beendigung ergriffen habe. Zugleich stelle man jedoch fest, dass die polnische Regierung ihrer Verpflichtung, den Aufstand zu verhindern, offenbar nicht vollständig nachgekommen sei. Als Beleg wird angeführt, dass die Aufständischen über große Mengen an Waffen und Munition aus Polen verfügt hätten. Dies deute entweder auf eine Mitwirkung oder zumindest auf ein schweres Versagen der polnischen Behörden bei der Kontrolle hin:Les Gouvernements alliés ont pris acte de la déclaration par laquelle le Gouvernement polonais désapprouve le mouvement insurrectionnel de Haute-Silésie et annonce qu’il a pris toutes mesures à sa disposition pour s’efforcer d’enrayer et de faire cesser la lutte. Cette déclaration était d’autant plus nécessaire que, si le Gouvernement polonais, comme il l’affirme, n’a pas pris une part directe et active au soulèvement de Haute-Silésie, il résulte de certains faits connus qu’il n’a pas entièrement satisfait à l’obligation qui lui incombait de prende toutes les mesures en son pouvoir pour empêcher la réalisation de cette tentative insurrectionnelle. C’est ainsi que les insurgés ont eu en leur possession une abondante quantité d’armes et de munitions provenant de Pologne, ce qui implique la complicité, ou tout au moins un grave défaut de surveillance de la part des autorités polonaises, et cela bien que la Conférence des Ambassadeurs eût spécialement attiré sur ce point, le 9 Septembre dernier, l’attention du Gouvernement polonais.
Außerdem habe man die Anwesenheit von zahlreichen uniformierten Individuen aus Polen bei den Aufständischen festgestellt.
De même, on a constaté la présence parmi les insurgés d’individus venus du territoire de la République, et dont plusieurs étaient en uniforme.
Die alliierten Regierungen weisen die polnische Regierung darauf hin, dass Korfanty die Polen in Oberschlesien dazu aufgefordert habe, gewaltsam Widerstand zu leisten, sollte die Entscheidung der Mächte nicht zu ihrer Zufriedenheit ausfallen. Die alliierten Regierungen würden die polnische Regierung, die den Versailler Vertrag unterschrieben habe, auffordern, sich für die Respektierung dieser Entscheidung einzusetzen:
Les Gouvernements alliés attirent notamment l’attention du Gouvernement polonais sur la proclamation de M. Korfanty qui invite les Hauts-Silésiens polonais à résister par la force le cas où la décision éventuelle des Puissances ne serait pas de nature à les satisfaire. Les gouvernements alliés rappelent au Gouvernement polonais qu’en signant le Traité de Versailles, il s’est engagé à respecter cette décision.
5. März 2011 um 08:56 Uhr#2901Human Rights
@Frodo wrote:
Die alliierten Regierungen weisen die polnische Regierung darauf hin, dass Korfanty die Polen in Oberschlesien dazu aufgefordert habe, gewaltsam Widerstand zu leisten, sollte die Entscheidung der Mächte nicht zu ihrer Zufriedenheit ausfallen. Die alliierten Regierungen würden die polnische Regierung, die den Versailler Vertrag unterschrieben habe, auffordern, sich für die Respektierung dieser Entscheidung einzusetzen.
Historisch finde ich besonders interessant, dass die Alliierten hier gerade nicht aus deutscher Perspektive argumentieren, sondern aus Sicht des internationalen Vertragsrechts und der Friedensordnung. Damit wird sichtbar: Innerhalb der internationalen Diplomatie bestand durchaus die Wahrnehmung, dass polnische Nationalisten versuchten, durch bewaffneten Druck die vorgesehene internationale Entscheidungsfindung zu beeinflussen.
Das erklärt auch die scharfen Äußerungen von David Lloyd George, italienischen Diplomaten und Teilen der britischen Presse jener Zeit.
Korfantys Bewegung bediente sich teilweise Methoden, die man heute als terroristisch, terrorartig oder paramilitärischen Terror bezeichnen würde. D.h. Wojciech Korfanty organisierte 1921 einen bewaffneten Aufstand gegen die bestehende internationale Ordnung in Oberschlesien, obwohl die Region unter Kontrolle der interalliierten Kommission stand und die endgültige Entscheidung den Siegermächten vorbehalten war. Seine Bewegung versuchte durch Gewalt politischen Druck auf die internationale Diplomatie auszuüben.
6. März 2011 um 07:52 Uhr#3557Kautschuk
Oftmals wird so getan, wie wenn „auf beiden Seiten“ Unrecht geschehen wäre, d.h. nicht nur von polnischer, sondern auch von deutscher Seite. Dabei werden meist die „deutschen Freikorps“ genannt. Tatsache ist jedoch, dass Polen keinerlei (!) Recht hatte, sich gewaltsam Oberschlesien bzw. Teile davon anzueignen (was übrigens für alle Gebiete gilt, die Polen sich nach Ende des 1. Weltkriegs mehr oder weniger gewaltsam aneignete). Also: Polen war/waren der/die Aggressor(en), unterstützt vor allem von französischer Seite. Frankreich wollte Deutschland (Preußen) nach dem 1. Weltkrieg schwächen – in verbrecherischer Weise (d.h. gegen die Menschenrechte und das Völkerrecht). Das wurde dann vor allem deutlich, als sich die klare Mehrheit der Abstimmungsberechtigten in Oberschlesien (das waren ja nicht alle Oberschlesier, sondern nur die, von denen man erwartete, dass sie sich für Polen entscheiden würden) sich für Deutschland entschieden hatte. Das wollten Polen und Frankreich nicht akzeptieren und Deutschland wurde gewaltsam (und unter Androhung von noch mehr Gewalt) dazu gezwungen, Ostoberschlesien und das zweitgrößte deutsche Industrierevier an den neu entstandenen polnischen Staat abzutreten.
- AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.