Trachtenchor „Heimatklang“ in Heilbronn

Anlässlich des „Tag der Heimat 2005“ am 12. September 2005 besuchte der Trachtenchor „Heimatklang“ aus der Wojowodschaft (Bezirk) Oppeln in Oberschlesien zusammen mit Bruno Kosak, Fraktionsvorsitzender der Deutschen Liste im Sejmik von Oppeln, Heilbronn und Umgebung. Die Besuche dieses Chores aus dem Stadteil Klodnitz der am Klodnitz-Kanal gelegenen Stadt Kandrzin-Cosel (seit 1945: Kłodnica und Kędzierzyn-Koźle) in Deutschland, haben schon seit mehreren Jahren Tradition.

Trachtenchor Heimatklang

Trachtenchor Heimatklang
(Foto: Potsblits)


Nachdem sie am Sonntagnachmittag auf dem Tag der Heimat 2005 in Heilbronn aufgetreten waren, erkundete der Chor „Heimatklang“ der Deutschen Minderheit in Oberschlesien am Montag, 12. September 2005, Heilbronn und die Umgebung. Zunächst ging es im modernen polnischen Reisebus nach Neuhütten bei Wüstenrot im Mainhardter Wald im Landkreis Heilbronn, wo sie gemeinsam mit Hochw. Pfr. Wolfgang Gottstein einen katholischen Gottesdienst feierten.

Anschließend ging es zurück nach Heilbronn. Dort wurden die Oberschlesier von Bürgermeister Harry Mergel im Rathaussaal empfangen. Jeder bekam u. a. ein in „Heilbronner Farben“ (Rot-Weiß-Blau) verpacktes kleines Säckchen Salz geschenkt. Die in Heilbronn ansässige Südwestdeutsche Salzwerke AG ist mit ca. 3 mio Jahrestonnen einer der größten Steinsalzproduzenten Europas. Bruno Kosak, selbst Chormitglied, nützte die Gelegenheit, um auf die polnischen Tradition hinzuweisen, bei der Gäste bei der Begrüßung Brot und Salz überreicht bekommen. Brot erhielten die Sänger und Sängerinnen nicht, jedoch wartete ein Sektumtrunk im Foyer des Rathauses auf sie.

Nach einem Vortrag und einer Stadtführung, bei denen die Oberschlesier einiges über die Geschichte der Heilbronner Franken und die Stadt Heilbronn erfahren durften, kehrten sie abends noch im „Heilbronner Weindorf“ ein, wo sie dann auch zur „Weinprobe“ eingeladen wurden.

Der Trachtenchor „Heimatklang“ ist einer mehrerer Chöre der Deutschen Minderheit in Polen, die sich in den „Sozial-Kulturellen Gesellschaften der Deutschen Minderheit“ (SKGD) zusammengeschlossen haben und am 16. Februar 1990 erstmals Vereinsstatus erlangen durften. Allen Versuchen dem großen Assimilierungsdruck im kommunistischen Polen durch ein organisiertes Vereinswesen entgegenzutreten, um die eigene Kultur zu erhalten und zu fördern, war bis 1990 von offizieller staatlicher Seite ein Riegel vorgeschoben worden.

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