Gemeinschaft für deutsch-polnische Verständigung

Die Gemeinschaft für deutsch-polnische Verständigung (gdpv) ist eine Initiative für Jugendliche und junge Erwachsene aus Deutschland und Polen, die sich auf der Basis christlicher Werte dem kulturellen Austausch widmet. Im Mittelpunkt steht dabei die Geschichte, Literatur und religiöse Kultur Schlesiens als wichtige Brückenlandschaft zwischen beiden Nationen.

Die Gemeinschaft für deutsch-polnische Verständigung (gdpv) wird vom Apostolischen Visitator für die katholischen Schlesier in Deutschland getragen und pflegt seit Jahrzehnten den Austausch zwischen beiden Nationen. Karl-Georg-Michel sprach aus Anlass des Polen-Besuches von Bundeskanzlerin Merkel mit Christine Kucinski, der Geschäftsführerin der Gemeinschaft.

Um das Verhältnis zwischen Deutschland und Polen steht es gerade nicht zum Besten. Was tut ihre Gemeinschaft, damit das anders wird?

Das Verhältnis zwischen Deutschen und Polen ist eigentlich gar nicht so schlecht, wie es teilweise in der Öffentlichkeit erscheint. Ein Beweis für die gute Zusammenarbeit ist unsere Gemeinschaft gdpv. Wir wollen auf christlichem Fundament zu einem besseren Verständnis von Polen und Deutschen beitragen, eine einseitige Sicht überwinden und neue Perspektiven aufzeigen. Die Wende 1989/90 bot neue Chancen für das Miteinander der Menschen in Polen und Deutschland. Es wurden vielfältige neue Kontakte ermöglicht. Gemeinsamer Gedankenaustausch, Verstehen und Handeln – das waren und sind die Grundpfeiler der zukunftsorientierten Arbeit, die die Gestaltung eines gemeinsamen und partnerschaftlichen Europas als Ziel hatte. Unser Leitfaden ist ein Ausspruch von Papst Johannes Paul II.: „Es gibt keine guten und schlechten Völker, es gibt nur ein gutes und schlechtes Tun.“

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Ihre Arbeit reicht über 50 Jahre zurück. Welchen Rat haben Sie da heute für die Politiker?

Das schwere Erbe unserer beiden Völker in ihrer leidvollen Geschichte darf nicht verdrängt oder vergessen werden. Es muss uns eine Mahnung sein, dass eine zu große Betonung des nationalen Denkens in der Vergangenheit nur Unheil gebracht hat und auch für die Zukunft nichts Gutes verheißt. Versöhnung heißt die Devise. Die deutschen Vertriebenen waren die ersten, die die Hand zur Versöhnung ausgestreckt haben.

Quellen:

  • Die Tagespost vom 17. März 2007 (www.die-tagespost.com)
  • Gemeinschaft für deutsch-polnische Verständigung – URL: http://www.gdpv.de (17.03.2007)

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