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Europaregion Schlesien

Zu Gast bei der Landesdelegiertenversammlung der Landsmannschaft Schlesien im Haus der Heimat in Stuttgart war dieses Jahr der Europaabgeordnete Daniel Caspari. Seine Großeltern wurden mit Ende des Zweiten Weltkriegs aus dem Sudetenland vertrieben. In seinem Vortrag betonte Caspari die Wichtigkeit der Europäischen Union, in der z.B. über den Einfluss der einzelnen Regiergungschefs bzw. Länder nicht mit Waffen, sondern demokratisch entschieden wird…

Daniel Caspari MdEP (Foto: Potsblits)

Daniel Caspari MdEP (Foto: Potsblits)

Der 1976 in Karlsruhe geborene Europaabgeordnete1 Daniel Caspari stellte auch erfreut fest, dass obgleich die Eigentumsfragen nach wie vor ungeklärt seien, es heute zumindest die theoretische Möglichkeit der “Rückkehr” in die Heimat geben würde. D.h. die stabile Rechtssituation und die Freizügigkeit in der Europäischen Union, zu der seit 2004 nun auch die damaligen Vertreiberstaaten gehören, erlauben die Rückkehr der Vertriebenen.

Allerdings verbitten sich diese Staaten jegliche Einmischung seitens der Europäischen Union in die nationale Gesetzgebung hinsichtlich der immer noch rechtskräftigen (Enteignungs-) Dekreten im Zuge der Vertreibungen, die dort Unrecht zu vermeintlichem Recht gemacht haben. Caspari bestätigte, dass die Europäische Union, die ein Staatenbund jedoch kein Bundesstaat sei, hierzu keine Kompetenzen hätte…
Das war auch der Grund warum zahlreiche Abgeordnete des Europäischen Parlaments Bedenken bei der Aufnahme dieser Länder hatten, da das Europäische Recht in diesem Punkt eine gänzlich andere Rechtsposition vertritt als z.B. Polen und Tschechien.

Einen Ausblick ergeben aktuelle und geplante grenzüberschreitende Projekte der Europäischen Union, um so die Menschen in benachbarten Regionen länderübergreifend zur Zusammenarbeit zu animieren. In Bezug auf Schlesien könnte ggf. eine historische Region wieder “zusammenwachsen” und als solche in Europa wahrgenommen werden und – ähnlich wie Tirol – an Bedeutung und Einfluss gewinnen.
Bereits jetzt schon existiert die Europaregion “Euregio Neiße”, zu der benachbarte Landkreise und Städte Sachsens, Polens und Tschechiens gehören.2

Quellen und weiterführende Hinweise:

Potsblits: Quo vadis, Silesia?

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  3. [+]

    Ich bin bereit, sofort dabei mitzumachen, diesen Völkermord an Deutschen vor den Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte ... ...

  4. [+]

    Sehr geehrter Herr Wolf, ich nehme an, dass Ihnen bekannt ist, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) im le... ...

  5. [+]

    Sehr geehrter Herr Pichlo, ich kenne die Entscheidungen des EGMR. Ich sehe darin jedoch eher ein Urteil aufgrund eines Formfehl... ...

  6. [+]

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