BdV bleibt treibende Kraft

Am 9. Mai 2009 fand in Stuttgart im Haus der Heimat der jährliche Landesverbandstag des Bund der Vertriebenen in Baden-Württemberg statt. Hauptrednerin war die Generalsekretärin des BdV-Bundesverbands, Michaela Hriberski. Sie sprach über die Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ sowie über die Weiterarbeit des „Zentrums gegen Vertreibungen“.

Michaela Hriberski (Foto: Potsblits)
Michaela Hriberski
(Foto: Potsblits)

Anlässlich des 57. Landesverbandstag des Bund der Vertriebenen in Baden-Württemberg am 9. Mai 2009 im Haus der Heimat in Stuttgart sprach Michaela Hriberski, Generalsekretärin des BdV-Bundesverbandes u.a. über die Auseinandersetzungen um die Nominierung Erika Steinbachs für den Beirat der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“. Wie der BdV bereits in einer Presseerklärung Anfang März bekannt gegeben hatte, stellte Hriberski erneut klar, dass der BdV sich nicht vorschreiben lässt, welche Vertreter er in den Stiftungsrat zu entsenden hat. Der Stuhl Erika Steinbachs bleibt weiterhin unbesetzt.

Die Bundesstiftung, die vor wenigen Tagen ihre Arbeit begonnen hat, ist eine unselbstständige Stiftung öffentlichen Rechts, in Trägerschaft des Deutschen Historischen Museums. Der Stiftungsrat wird sowohl den Direktor der Stiftung, als auch die Mitglieder des wissenschaftlichen Beratergremiums auswählen.

Der Bund der Vertriebenen begrüßt es, dass das Vorhaben „Zentrum gegen Vertreibungen“ jetzt unter staatlicher Regie erfolgt, da auf diese Weise zum Ausdruck kommt, dass es ein Anliegen des gesamten deutschen Volkes ist, dass das Schicksal, die Kultur und Geschichte, als auch die Integration der deutschen Heimatvertriebenen in seinem Bewusstsein verankert wird.

Dabei sieht sich der BdV weiterhin als treibende Kraft. Ähnlich wie die erfolgreiche Ausstellung „Erzwungene Wege“ im Jahr 2006 wird der Bundesverband auch dieses Jahr wieder eine Ausstellung im Kronprinzenpalais in Berlin präsentieren. Thematisiert wird die etwa 800-jährige Geschichte der deutschen Siedlungen im (ost-) europäischen Raum. Bei der Eröffnung am 15. Juli 2009 spricht u.a. auch Staatsminister Bernd Neumann. Die Präsentation wird bis Anfang September im Kronprinzenpalais zu sehen sein, wobei ein besonderes Highlight eine einzigartige, etwa dreimal vier Meter große, interaktive Landkarte sein wird. An mehreren Media-Stationen können gleichzeitig die deutschen Siedlungsgebiete in Mittel- und Süd-/Ost-Europa erkundet werden. Um die Jahreswende wird die Karte dann mit Informationen über das historische Ostdeutschland ergänzt werden.

Zu einem großen Teil wird diese interaktive Landkarte von der Landesregierung Baden-Württemberg finanziert werden. Wenn das Bundeskultusministerium Mittel zur Verfügung stellt, kann evtl. auch ein Videorundgang der Ausstellung für das Internet gestaltet werden.

Bereits am 23. Mai 2009 wird die Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen gemeinsam mit dem BdV am Bürgerfest anlässlich „60 Jahre Grundgesetz“ in Berlin teilnehmen und über ihre Arbeit informieren.1)60 Jahre Bundesrepublik Deutschland, URL: http://www.freiheit-und-einheit.de/cln_028/EuF/DE/00__Home/Home__node.html__nnn=true – abgerufen am 9.05.2009

Weiterführende Hinweise

Quellen   [ + ]

1. 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland, URL: http://www.freiheit-und-einheit.de/cln_028/EuF/DE/00__Home/Home__node.html__nnn=true – abgerufen am 9.05.2009
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