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17. Juni – Gedenktag für die Opfer des SED-Regimes

In dem Artikel „Der 17. Juni war eine Sternstunde deutscher Geschichte“ in dem Online–Magazin „WELT DEBATTE“ (debatte.welt.de) schlägt der Direktor der Gedenkstätte im ehemaligen Stasigefängnis Berlin – Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, vor, den 17. Juni zum „Gedenktag für die Opfer des SED-Regimes“ zu erklären.

Am 17. Juni 1953 kam es in der DDR an über 500 Orten mit Streiks und Demonstrationen zum Volksaufstand gegen das kommunistische Regime. Volkspolizei und sowjetische Soldaten schlugen diesen Aufstand blutig nieder.

Am 13. Juni 2007 beschloss der Deutsche Bundestag nun, dass Menschen, die in der DDR als politisch Verfolgte im Gefängnis saßen, eine monatliche Rente von EUR 250,- erhalten sollen – insofern sie „bedürftig“ sind. Diese auf eine Sozialleistung reduzierte „Ehrenpension“ entrüstet u. a. auch Hubertus Knabe: Parteifunktionäre der kommunistischen Diktatur erhalten Luxusrenten und SED-Opfer (gerade auch die, die nicht im Gefängnis saßen) gehen nahezu leer aus.

4,1 Milliarden Euro kosteten allein im vergangenen Jahr die Renten der alten DDR-Oberschicht, während die jetzt beschlossene Opferrente mit jährlich 100 Millionen veranschlagt wird.1

Hubertus Knabe schließt daraus: „Widerstand lohnt sich nicht in Deutschland.“

Darüber hinaus beklagt er das schlechte geschichtliche Gedächtnis vieler Deutschen. In Berlin würden viele Schüler die „Straße des 17. Juni“ eher mit der „Loveparade“ in Verbindung bringen, als mit dem Aufstand gegen die kommunistische Diktatur.

So wie der 27. Januar (Tag der Befreiung der Überlebenden von Auschwitz) offiziell der Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus ist, sollte der 17. Juni vom Deutsche Bundestag in Würdigung der Opfer des Widerstandes gegen den Kommunismus zum „Gedenktag für die Opfer des SED-Regimes” erklärt werden.

Quellen und weiterführende Hinweise:

  1. http://debatte.welt.de/kommentare/25044/der+17+juni+war+eine+sternstunde+deutscher+geschichte (aufgerufen am 17. Juni 2007)

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