Aktuelle Informationen rund um die Potsdamer Konferenz

Die Potsdamer Konferenz (17. Juli bis 2. August 1945) hat für die geschichtliche Entwicklung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute eine nicht zu unterschätzende Bedeutung, gerade auch mit Blick auf diverse Gebietsannexionen und die damit zusammenhängende völkermordartige Vertreibung der Ostdeutschen und der Deutschen aus den Siedlungsgebieten in den Nachbarländern.

Wir bitten um Vergebung?

Die oft zitierte Vergebungsbitte der polnischen Bischöfe “Wir vergeben und bitten um Vergebung” betrachtet der katholische Weihbischof em. Dr. h.c. Gerhard Pieschl äußerst kritisch. Bis heute haben die polnischen Bischöfe nämlich nicht deutlich gemacht, für was sie um Vergebung bitten. Stattdessen haben sie diese Vergebungsbitte drei Monate später sehr stark relativiert.

Tutto il territorio Polacco

Tutto il territorio Polacco

Mitte August 1945, wenige Monate nach Kriegsende, besuchte der polnische Kardinal Augustyn Hlond die leitenden deutschen Diözesangeistlichen im polnisch besetzten Ostdeutschland und zwang sie mittels einer Lüge zum Rücktritt. Für die einen hat der polnische Kardinal dazu beigetragen, im Sinne Stalins im Osten Deutschlands “vollendete Tatsachen” zu schaffen (Franz Scholz). Für andere wiederum hat Hlond in seelsorgerlicher Hinsicht lediglich den bereits politisch geschaffenen Realitäten entsprochen (Robert Żurek).

Nur Heimatvertriebene

“Flüchtlinge & Vertriebene” – beide Begriffe werden oftmals in einem Atemzug genannt, wenn von den Deutschen gesprochen wird, die mit Ende des Zweiten Weltkriegs ihre Heimat im damaligen Ostdeutschland oder in den Nachbarländern verlassen mussten. Bei genauerem Hinschauen sind jedoch auch diese Flüchtlinge Heimatvertriebene

Studie zur NS-Vergangenheit

Eine vom Bund der Vertriebenen 2007 in Auftrag gegebene Studie über die NS-Vergangenheit des Gründungspräsidiums des BdV belegt, dass vom Nationalsozialismus geprägtes Gedankengut oder extremistische Strömungen keinen Eingang in die Verbandspolitik des BdV gefunden hatten.

Vergebung bedeutet nicht Vergessen

Der russisch – orthodoxe Patriarch Kyrill I. besucht Polen und unterzeichnet gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz der katholischen Kirche in Polen eine Gemeinsame Erklärung zur Versöhnung zwischen beiden Nationen. Dies ist international auf viel Zustimmung und Freude gestoßen. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sieht Parallelen zur deutsch-polnischen Aussöhnung. Ein Blick “hinter die Kulissen”.

Internationaler Tag der indigenen Völker

Kambodscha ist eines der ärmsten Länder der Welt. Bekannt ist dieses südost-asiatische Land zwischen Thailand und Vietnam vor allem für die wohl älteste Tempelanlage der Welt: Angkor Wat. Zur traurigen Berühmtheit brachte es Kambodscha durch die Schrecken der kommunistischen „Roten Khmer“, die zwischen 1975 und 1979 in einem „Auto-Genozid“ ca. 2 Millionen der eigenen Landsleute umbrachten. All dies schildert eindrücklich eine Sendung von Planet Wissen. Was sie nicht zeigt, ist der aktuelle Ausverkauf Kambodschas unter dem autoritär regierenden Ministerpräsidenten Hun Sen.

“Die Gerufenen” in Stuttgart

“Die Gerufenen” in Stuttgart

Die Ausstellung „Die Gerufenen“ räumt auf mit verschiedenen Vorurteilen. Nicht mit „Feuer und Schwert“ kamen die deutschen Auswanderer, welche unterschiedliche Gründe bewegten, sich fern der Heimat ein neues Zuhause aufzubauen. Oftmals wurden sie mit Privilegien und Vergünstigungen gelockt. Zumeist verlief die Besiedlung ost- und südosteuropäischer Gegenden friedlich.

Luftschlösser

Bei seiner aktuellen Reise nach Polen verglich Horst Seehofer das deutsch-polnische Verhältnis seit dem Zweiten Weltkrieg mit einem Märchen. Davon ausgeschlossen blieben jedoch bis heute viele deutsche Heimatvertriebene, denen man Haus & Hof, Hab & Gut, und oftmals auch Leib & Leben geraubt hatte. Nie gab es dafür eine Wiedergutmachung geschweige eine Entschuldigung. Entpuppt sich evtl. das “Märchen” bei genauerem Hinschauen gar als “Luftschloss”?

Korfanty-Aufstand

Potsblits hat in einer italienischen Datenbank einen weiteren Beleg dafür gefunden, dass Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg von polnischer Seite massives Unrecht zugefügt wurde. Die völkerrechtswidrige, gewaltsam erzwungene Abtrennung Ostoberschlesiens zugunsten der neu erstandenen “Polnischen Republik” trug mit dazu bei, dass Hitler bzw. der Nationalsozialismus in Deutschland Fuß fassen konnten. Das wird heute von keinem Historiker bestritten – aber auch kaum erwähnt.

  1. Nicole: Ein bisschen kompliziert und schwer zu verstehen, aber hilfreich (wen man sich anstrengt den Text zu lesen;D)

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